Schweden-Marktplatz
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Lucia und "Julen" Weihnachten

Lucia als Vorbote.

 

In Deutschland kommt der Nikolaus als Vorbote, in Schweden kommt die Lucia, mit Gesang und Gebäck. In der Schule ist es

ein Wettbewerb zwischen den schönsten Mädchen wer am Ende die Lucia sein darf. In den Städten wird in der Lokalzeitung dieser Wettbewerb ausgeschrieben. Es ist wunderschön, wenn im dunklen Dezembermorgen die St.Lucia und ihr Gefolge kommen. Die schöne Weihnachtslieder mischen sich mit dem Duft von Kaffee

und "Lussbullar" Luciabrötchen und "Pepparkakor". In Kirchen, Schulen, Altersheimen, Firmen etc. wird extra dafür eine Pause gemacht. Diese Tradition ist aus verschiedene Traditionen entstanden. Früher hat man den 13 Dezember zur dunkelsten Nacht im Jahr gezählt. Es ist auch der Zeitpunkt, wo in Südost- Europa die sogenannte Brotausteilung stattfindet. Aus der katholischen Zeit hat die Gesichte von der sizilianischen Heiligen St. Lucia überlebt. Eine Heilige, die Ihr eigenes Hab und Gut an den verfolgten Christen verteilt. Es soll Ihr sogar das Augenlicht gekostet haben. Das weiße Gewand kommt zum erst Mal um 1760 vor und hat große Ähnlichkeit mit dem deutschen Weihnachts-engel.   

 

Weihnachten "Julen"

 

Weihnachten steht vor der Tür! Viele der schwedischen Traditonen stammen aus Deutschland, und doch ist es eine ganz andere Stimmung. In allen Fenster, die keine Rolläden haben, brennen Lichter und der Glühwein (Glögg) ist stark und würzig. Der wird

in kleinen Tassen mit Mandeln und Rosinen getrunken. Am Heiligen Abend kommt der Weihnachtsmann (Jultomten). Er ist

eine Mischung aus St. Nikolaus, Santa Claus und dem schwedischen "Tomte". Tomten ist eine Figur aus der Bauernkultur. Er lebt auf dem Hof und mit ihm muss mann sich gut halten, sonst kann es sein das z.B. die Kühe keine Milch mehr geben oder die Ernte schlecht wird. Deswegen stellt man einen Teller Reisbrei vor die Tür.

 

In Schweden fängt man viel früher an, als in Deutschland, einander frohe Weihnachten - God Jul - zu wünschen.  Inzwischen ist auch der Heilige Abend am 24, der wichtigste Festabend. Der traditonelle Schinken wird möglicherweisse schon am "Lille Julafton", ein Tag zuvor, angeschnitten und probiert, aber sonst wird am 24 die Tafel gedeckt und das Buffet eröffnet. Dieses beinhaltet alles von Lachs, eingelegte Hering, Janssons frestelse(Heringratin), Pasteten, Würste, Rotebeetensalat, Schinken, Fleischbällchen, Grünkal, Braunkal (Weiskraut mit Sirup gekocht) und vieles vieles mehr. In jeder Familie oder Wirtschaft gibt es verschiedene Variationen. Es ist auch sehr populär "Julbord" Weihnachtsbuffeet, in der Adventzeit zu essen, und die Restaurants sind früh von Firmen und Gruppen ausgebucht. 

 

"...Mein Weihnachten fing immer um 15 Uhr am 24. an, mit der Zeichentrick Sendung von Donald Duck und seinen Freunden. Dannach gab es Essen, tanz um den Baum, Lieder singen, und erst dann kam der Tomte und hat an die lieben Kindern die Geschenke verteilt. Am nächsten Morgen hieß es früh aufsehen und in den "Julottan" frühen Gottesdienst am Morgen, zu fahren. Es war ein magisches Gefühl von Dunkelheit und Schnee ...in der von Kerzen warm beleuchteten Kirche hineinzukommen..."   

 

 

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© Katarina Schleicher